LTE kann kommen - Frequenzauktion beendet

21.05.2010,

Gestern wurde die Frequenzauktion beendet. Die Frequenzen gingen in Summe für 4,38 Milliarden Euro über den Tisch. Die ersteigerten Frequenzen sollen zum einen dazu genutzt werden Internet auf dem Land verfügbarer zu machen. Zum anderen wollen die Netzbetreiber damit schnellere mobile Datendienste anbieten.

Wer zahlte wie viel?
Vodafone : 1,43 Milliarden Euro für zwölf Frequenzblöcke
O2 :  1,38 Milliarden Euro für elf Frequenzblöcke,
Telekom : 1,3 Milliarden Euro für zehn Blöcke.
E-Plus : 280 Millionen Euro für acht Blöcke

Der günstige Preis bei E-Plus ergibt sich daraus, dass E-Plus bei den Geboten für Frequenzen, die durch die Digitalisierung des Fernsehens frei geworden sind, ausstieg. Die anderen drei Anbieter ersteigerten je zwei dieser Frequenzblöcke.

O2 kündigte im Nachgang bereits das erste regionale LTE Netzwerk zum Ende des Jahres an. LTE ist ein Mobilfunkstandard, der einen  relativ kostengünstigen evolutionären Migrationspfad von UMTS über HSDPA und HSUPA zu LTE ermöglicht.

LTE ist deutlich schneller als UMTS bzw. HSDPA. Theoretisch sollen Downstream- Datenraten bis zu 100 MB/s und Upsteam-Raten bis zu 50 MB/s möglich sein.

In anderen Ländern ist das Netz bereits z.T. aufgerüstet, so z.B. bei TeliaSonera in Schweden. So bietet  TeliaSonera seinen Kunden derzeit Downstream Geschwindigkeiten zwischen 20 bis 80 MBit/s an.

Telia Sonera führte nach 100 Tagen Betrieb  eine Umfrage unter seinen Nutzern durch. 54% der Befragten gaben an, dass sie nicht mehr auf den langsameren UMTS/HSPA Standard zurück wechseln würden. Allerdings hatte Telia Sonera LTE mit Aktionspreisen auf den Markt gebracht. Somit ist der Preis, und das ganz sicher auch hierzulande, ein entscheidendes Kriterium für den Erfolg von LTE.




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